George Martinis PDF Print E-mail
Written by Norbert Zorn   

 

MARTINIS Georges

George Martinis

Resistance :
Arc-en-ciel


Bewegung :
Turma Vengeance


Geburtsdatum :
25-04-1918


Fakten in der Resistance:
Georges MARTINIS geboren in Fort de France (Martinique) 25 Avril 1918 in einer Kreolenfamilie welche auf der Insel seit XIXe Jahrhundert ansässig ist. Mit 18 hat er sein Abitur und kommt dann nach Frankreich und studiert Medizin in Marseille.


Er verpflichtet sich mit 21 Jahren in der Armee bei Kriegsausbruch


Er ist mit den Kolonialtruppen in den FREIKORPS während des „Sitzkrieges“ und beteiligt an den Handstreichen hintern den deutschen Linien an der Grenze im Saarland.


Ab 10. Mai 1940 ist er mit dem Panzerabwehrbataillon in den Kämpfen bei Charleville in den Ardennen dabei. Bei diesen Kämpfen wird er „zitiert“ und ausgezeichnet mit der Croix de Guerre“


Am 17 Juni, umzingelt von den Deutschen wird er bei den Kämpfen verletzt und gefangen genommen. Eine Kugel verletzt ihn schwer am linken Fuss.


Von einem Militärarzt verpflegt wird er in Schlesien im Stalag VIII C interniert wo er zwei andere gefangene Soldaten aus der trifft. Er wird monate später nach westen verlegt in der Nähe von Koblenz,in das Stalg XII A Limburg.


Eingeteilt in einem Eisenbahnlommando gelingt ihm die Flucht am 23 Dez 1940 wird aber nach dem Grenzübergang in Belgien wieder gefangen genommen bei Maubeuge, am 8 Januar 1941. Dann kommt er nach Görlitz-Neisse in das Strassenkommando Stalag VIII B 344 von Lamsdorf wo er dann wieder entflieht im April 41 und wird bei der holländischen Grenze wieder festgenommen.


Als zweifacher Entflohener kommt er ins Stalag X A in Schleswig und dann wird nach Sandbostel verlegt.


Als Hilfsarzt meldet sich in Sandbostel Martinis freiwillig für die Typhuskranken zu pflegen die seit Feb 42 einer Epidemie im Lager ausgesetzt sind. Dabei erkrankt er selbst und so wird er auf Grund des deu-fra Abkommens am 21 April 42 nach Frankreich zurück geschickt. Er wird in Paris demobilisiert und arbeitet dann „à la Maison du prisonnier“ ( Haus der Gefangenen, welche sich um die Heimkehrer kümmern) und wird da von einem Mitglied der Resistance kontaktiert, der réseau Arc En Ciel; er geht in den Undergrund, lässt sich Haare und Bart wachsen.


Von der Polizei gesucht geht er in das Netz der Gestapo an der Metrostation Barbes Rochechouart und kommt dann in das Gefängniss von Fresnes wo er den grausamen Verhören ausgesetzt ist. Am 2 Feb 44 wird er zum Tode verurteilt aufgrund des Waffenbesitzes und Kontakt zu feindlichgesinnten Kräften.


Zurück im Gefängnis in Fresnes wartet er auf seine Hinrichtung. Ohne jegliche Erklärung, wird er aus der Zelle geholt und nach Deutschland deportiert in das Gefängnis Rheinbach bei Bonn.


Die Deutschen schlagen ihm dann vor seine medizinische Kenntnisse zu nutzen zu Gunsten der Deportierten und Gefangenen. So kommt er vom KZ Neuengamme zum Gefängnis Hannover, dann wieder in das Lager Sandbostel.


Er wird dann wieder in Hannover eingesetzt in den „Bomberkommandos“ um in den Ruinen von Hannover nicht explodierten Bomben zu bergen.


Am 2 Feb1945, bei einem Luftangriff gelingt es ihm wieder zu fliehen mit einem holländischen Mitgefangenen und nach einem unbeschreiblichen und wochenlangem hin und her und herumziehen gelingt es ihnen Kontakt mit den anglo-amerikanischen Alliierten aufzunehmen die den Rhein am 22 März überschritten hatten. Er stellt den Antrag mit der 8. Motorisierten Brigade „Montgomery“ die von Aachen kommt zu dienen, was ihm gewährt wird.


Mit der Zustimmung der Alliierten baut er dann ein Krankenhaus auf in einem ehemaligen Restaurant in den Vororten von Hannover, in Waldschlösschen, und das im Rahmen der „mission de rapatriement française von Hannover“ (frz. Zurückführung Mission in Hannover)


Dieser freiwilliger Dienst dauert dann bis Ende Dez 45 und so werden von ihm, der „French Doktor „ 1287 Deportierte und Gefangene aller Nationen behandelt.


Georges MARTINIS kehrt am 2. Jan 1946 nach Frankreich ins zivile Leben zurück. Er wird sein unterbrochenes Medizinstudium nicht wieder aufnehmen. Er wird eine Karriere in der Industrie machen und wird sich in Mareugheol (Puy de Dôme, 63) niederlassen und wird von 1961 bis 1983 Bürgermeister sein.


Am 12 Juli 1972, wird Georges MARTINIS die Légion d'honneur verliehen.


Zum heutigen Tag, ist er der letzte Deportierte aus der Martinique der noch am Leben ist.